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Fertighaus oder Massivhaus?

Vor- und Nachteile der Bauweisen

Wer ein neues Haus bauen will, muss sich als Bauherr für eine Bauweise entscheiden und hat die Wahl zwischen einem Massivhaus und einem Fertighaus. Da beiden Bauarten sowohl Vor-, aber auch Nachteile haben, hängt die jeweils bevorzugte Bauweise von den Wünschen und auch den finanziellen Möglichkeiten des künftigen Bauherren ab.

Was ist ein Massivhaus?

Ein Haus in Massivbauweise wird ganz traditionell gemauert, Stein auf Stein. Außenwände und tragende Innenwände bestehen aus massiven und natürlichen Materialien wie Ziegelstein, Kalksandstein oder Porenbeton. Massivhäuser lassen sich ganz individuell planen: Der Architekt kann alle Wünsche berücksichtigen und diese in die Pläne einarbeiten. Je nachdem, wie groß das persönliche Budget für den Hausbau ist, lassen sich hier alle Wohnträume mehr oder weniger verwirklichen. Das Massivhaus wird somit immer ein echtes Unikat und individuell für den jeweiligen Bauherren vom Architekten geplant.


Die Vorteile eines Massivhauses

Das Massivhaus wird aus natürlichen Steinen gemauert: Da diese dazu in der Lage sind, Wasserdampf aufzunehmen und wieder abzugeben, sorgen sie für ein besonders gesundes Klima im Haus. Die massiven Wände speichern Wärme optimal: Im Inneren eines Massivhauses bleibt es im Winter warm und im Sommer kühl. Wer sich für die moderne DuoTherm-Bauweise entscheidet, profitiert zusätzlich von der innovativen und effektiven Dämmung der Wände, die für ein gesundes Raumklima sorgt und gleichzeitig Energiekosten spart. Auch hinsichtlich Schall- und Brandschutz sind die schweren Steine optimal. Massivhäuser können mehr als hundert Jahre problemlos überdauern und sind somit eine echte Wertanlage.


Die Nachteile eines Massivhauses

Auch wer es eilig hat, muss geduldig warten. Es dauert ungefähr acht Monate, bis ein Massivhaus fertig ist (je nach Größe des Hauses), da bei dieser Bauweise auch die Trocknungszeiten berücksichtigt werden müssen. Zudem ist der Bau wetterabhängig, was bedeutet, dass beispielsweise an sehr kalten Tagen nicht gearbeitet werden kann. Außerdem sind Massivhäuser in der Regel teurer als Fertighäuser.

Übersicht der Vor- und Nachteile

 

 

+ Individuell planbar
+ Sommerlicher und winterlicher Wärmeschutz vorhanden
+ Gute Schall- und Brandschutzeigenschaften
+ Sehr gutes Raumklima
+ Gute Wertanlage und Wertbeständigkeit

 

 


- Bau dauert länger
- Wetterabhängigkeit
- Höhere Kosten beim Hausbau

Beispiele für verschiedene Hauskategorien

Was ist ein Fertighaus?

Bei einem Fertighaus werden die Einzelteile industriell vorgefertigt, mit einem Tieflader auf die Baustelle transportiert und dort aufgestellt und montiert. Heutzutage bestehen die meisten Fertighäuser aus einem hölzernen Ständerwerk, das von beiden Seiten mit Platten verkleidet und dazwischen gedämmt wird. Da sämtliche Einzelteile passgenau gefertigt werden, sind Fertighäuser innerhalb eines Tages schnell errichtet. Allerdings kann der Bauherr nicht frei über Architektur und Raumaufteilung entscheiden, sondern hat lediglich die Auswahl zwischen den einzelnen Modellen des Anbieters. Möchte er etwas ändern, wird es schnell teurer. Frei wählbar sind bei einem Fertighaus die Materialien der Böden, Fliesen, Wände, Türen und Putze.


Die Vorteile eines Fertighauses

Der eigentliche Aufbau des Fertighauses geht schnell: Es dauert in der Regel nicht länger als ein bis zwei Tage, bis das Haus errichtet ist. Vorher muss die Grundplatte oder der Keller erstellt werden, anschließend geht es an den Innenausbau. Da sämtliche Teile in einer großen Halle fertiggestellt wurden, passen sie auf der Baustelle perfekt zueinander. Da sich die industriell gefertigten Elemente in großer Stückzahl effizient herstellen lassen, sind Fertighäuser normalerweise günstiger als individuelle Massivhäuser. Das gewünschte Haus kann häufig bereits vor dem Bau als Musterhaus besichtigt werden.

Die Nachteile des Fertighauses

Der Grundriss liegt im Großen und Ganzen fest und lässt sich nur schwer ändern. Falls doch, kostet es gleich sehr viel mehr. Auch die beim Bau verwendeten Materialien sind festgelegt, da die einzelnen Komponenten industriell gefertigt werden. Wer kleine Kinder hat, sollte wissen, dass der Trittschall in einem Fertighaus deutlich schlechter ist als in einem Massivhaus. Die Wände und Decken übertragen den Trittschall einfach viel besser. Nicht immer gelingt es, das Haus an allen Anschlüssen richtig luftdicht abzuschließen. Wer sein Haus später verkaufen will, sollte wissen, dass der Wiederverkaufswert eines Fertighauses ungünstiger ist als bei Massivhäusern. Da die Lebensdauer eines Fertighauses geringer ist, bieten die Banken oft etwas ungünstigere Kreditkonditionen. Sowohl der Brandschutz als auch der Luftaustausch ist bei einem Fertighaus - aufgrund der verwendeten Materialien - im Vergleich zu Massivhäusern geringer.

Übersicht der Vor- und Nachteile

 

 

+ Kurze Bauphase
+ Günstiger als ein Massivhaus
+ Besichtigung eines Musterhauses möglich

 

 

 

- Änderungen führen zu Mehrkosten
- Schlechtere Trittschalldämmung
- Geringere Lebensdauer und meist niedrigerer Widerverkaufswert
- Brandschutzbeständigkeit aufgrund der Materialien schlechter

Fazit

Jeder Haustyp und jede Bauweise hat ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile. Deswegen muss jeder Bauherr selbst für sich prüfen, ob für ihn eher ein Fertig- oder ein Massivhaus in Frage kommt. Vieles hängt davon ab, welche individuellen Vorstellungen und Ansprüche an das Haus später gestellt werden. Was für den einen Bauherren ein Vorteil ist, kann für einen anderen ein Nachteil sein.

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